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Lily Dahab

LILY DAHAB          

"BAJO UN MISMO CIELO"   

(dtsch : unter einem gemeinsamen Himmel, gesprochen: „bacho un mismo siello”)

„In meiner Welt gibt es keine Grenzen, keine Flaggen, in meiner Welt spielt Hautfarbe oder Religion keine Rolle“, singt Lily Dahab. „Wir sind alle Kinder aus einer gemeinsamen Wurzel, unter demselben Himmel.“ Unter diesem Himmel hat sie mit einer multinationalen Band großartige Lieder aus ihrer Heimat Argentinien, aus Brasilien, Uruguay, Chile und Spanien, Klangfarben aus Chacarera, Zamba, Tango, Candombe, Samba, Bossa, Bolero und Flamenco versammelt – und in ihrer einzigartigen Weise mit Jazztönungen verknüpft. Ihr drittes Album Bajo un mismo cielo ist ein bewegendes Bekenntnis zu kreativem Miteinander und zur Sehnsucht nach Frieden – und birgt zugleich eine Menge musikalischer Schätze aus sieben Jahrzehnten.

„In Argentinien habe ich von klein auf das Miteinander verschiedenster Nationalitäten erlebt“, erzählt Lily Dahab. „Ich kann diese Unterscheidungen, die man zwischen Menschen zieht, wie man es gerade in vielen Teilen der Erde sieht, nicht verstehen. Als explizit politische Sängerin sieht sie sich nicht, doch sie wählt meistens Songs, die eine Botschaft in sich tragen. Und so ist das berührende Titelstück ihres neuen Albums - eine Eigenkomposition, die sich im Studio ganz organisch mit dem Rhythmus der Chacarera aus dem argentinischen Norden färbte - ein flammendes Plädoyer: „Für mich ist das Lied ein bisschen wie der Wunsch der Erde selbst, denn sie ist nicht für Kriege und Grenzen gemacht.“

Lily Dahab selbst ist mit ihrer Vita das beste Beispiel für die Hinfälligkeit von Grenzmarkierungen. In Buenos Aires wächst die Frau auf und studiert Musik, schlägt danach in Madrid und Barcelona künstlerische Zelte auf. Oft spielt sie starke Frauen, etwa die „Grizabella“ in „Cats“, die „Belle“ in „Beauty and the Beast“ oder die „Esmeralda“ in „Der Glöckner von Notre Dame“.  Schließlich kommt sie der Liebe wegen nach Berlin. Mit Partner und Pianist Bene Aperdannier kann sie ihre Visionen umsetzen, er und die erstklassigen Berliner Bandmusiker Jo Gehlmann (g), Andreas Henze (b) und Topo Gioia (perc) schaffen für ihre Stimme einfühlsam ein Umfeld zwischen Jazz, Tango, Latin und Folklore. Durch ihre beiden Alben nomade und Huellas und in über 200 Konzerten erspielen sich Lily Dahab und ihr Quartett eine große Fangemeinde – denn die ist fasziniert von dieser tiefempfundenen Vokalkunst, die alle Facetten von funkelnder Leidenschaft bis zu inniger Melancholie in sich trägt. Die Presse schreibt begeistert über sie: „Schillernd zwischen Nachtblau und Sonnengelb“, oder jubelt: „In jedem Moment ein Fest für die Sinne!“

 

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Nach ihrer Widmung an die große kulturelle Palette der Heimat Argentinien auf Huellas nun also die grenzenlose Bündelung der gesamten spanisch- und portugiesischsprachigen Welt auf Bajo un mismo cielo.Das Quartett wird dieses Mal durch den kolumbianischen E-Bassisten Camilo Villa Robles sowie etliche Gastauftritte erweitert. Natürlich spielen unter ihren Song-Adaptionen auch Argentiniens Töne noch immer eine bedeutende Rolle. Lily Dahab widmet sich ihnen dreifach: „Wenn ein Song gut ist, dann transzendiert er die Epochen“, so ihre Überzeugung, und genau dies ist in „Nada“, der Fall, das mit seinem Entstehungsdatum 1944 der Moment ist, der am tiefsten in die Vergangenheit reicht. Den Tango mit einem Text aus der Feder des Poeten Horacio Sanguinetti hat sie vom rhythmischen Korsett befreit, erzählt die Liebesleid-Geschichte in intimer Zwiesprache mit Piano und der Bratsche von Juan Luis Aisemberg in zeitloser Dramatik. „Yo vengo a ofrecer mi corazón“ vom Rock-Poeten Fito Paez bekommt durch Dahabs Arrangement einen gänzlich neuen Anstrich, inklusive wunderbarem Gitarrensolo der argentinischen Saitenkoryphäe Quique Sinesi. Und in ihrer warmherzigen, fast schwebenden Lesart der „Zamba para no morir“, die durch Mercedes Sosas Repertoire bekannt wurde, spiegelt sich Lilys Liebe für die Folklore der ländlichen Gegenden.

Argentinien ist auf diesem Album das Tor zur Welt, und mit Brasilien, dessen Klangwelt sie schon immer tief ins Herz geschlossen hatte, feiert Lily Dahab ausgiebig gute Nachbarschaft. „‘Samba em prelúdio‘ habe ich schon in sehr jungen Jahren gesungen. Ich wollte die Originalatmosphäre respektieren und ihm doch auch unsere eigene Farbe geben. Gleichzeitig haben wir den Song durch ein Flügelhorn erweitert.“ Florian Menzel spielt es mit verträumter Nonchalance. „Nana das aguas“ entführt ins große Reich des Brasil-Jazz und bietet ihr mit der rasanten, chromatischen Strophe einen tollen Schaukasten für die Treffsicherheit ihrer Stimme. Mit dem leichtfüßig im Partido Alto-Takt tänzelnden „Fato consumado“ von Djavan hat sie erneut ein Glanzstück von einem ihrer Lieblingssongwriter der Música Popular Brasileira ausgewählt, der auch lautmalerische Passagen ohne Text enthält.

„Ich habe auf dieser CD Vokalsounds erforscht, mit denen ich ohne Worte eine Atmosphäre erzeugen kann. Das ist neu für mich“, sagt Lily Dahab. Sie bringt diese neue Disziplin auch im uruguayischen Candombe „Hurry“ von Hugo Fattoruso wunderbar zur Geltung - das spritzige Kleinod ist ihr erster Ausflug in das Afro-betonte Genre des kleinen Landes. Ähnlich wie sie das schon auf dem Vorgänger mit „Besame mucho“ getan hat, greift sie auch dieses Mal mit „Gracias a la vida“ einen weltweit bekannten Latin-Klassiker auf, um ihn anders zu beleuchten: Hier ist es ein 7/4-Takt, der der Hymne der Chilenin Violeta Parra einen ganz neuen Kniff verleiht. Und einmal mehr huldigt sie ihren arabischen Vorfahren, wenn sie in Vicente Amigos „Tres notas para decir te quiero“ mit feuriger Vokalpassion und Orient-Perkussion Andalusiens Farben malt.

Letztlich gibt es ein ganz persönliches Bekenntnis, neben dem Titelstück die zweite Originalkomposition des Teams Dahab/Aperdannier: „Wir wollten auch einen Bolero auf die CD bringen, schließlich haben wir uns entschlossen, selbst einen zu schreiben und mit Jazz zu mischen. ‚Dejame llorar’ ist eine sehr persönliche Eigenkomposition, ein Resultat aus einer harten Zeit, in der ich liebe Menschen verloren habe.“

„Alle unter demselben Himmel“ - für Lily Dahab verbindet sich mit dem Titel ihres Albums auch eine ganz konkrete Erfahrung, die sie während ihrer Deutschstunden auf der Volkshochschule in der Begegnung mit Geflüchteten machte: „Ich war sehr berührt von den Geschichten der Sechzehnjährigen, die ganz allein hierher gekommen sind. Das hat mich an meinen Großvater erinnert, der mit nichts außer einem Koffer in Argentinien ankam. Sobald du dich mit den Schicksalen direkt, von Mensch zu Mensch auseinandersetzt, kannst du keine Kategorisierungen mehr machen.“ Bajo un mismo cielo gibt dieser Überzeugung eine musikalische Stimme – dieses Album ist ein Klang gewordener Himmel, an dem all diese wunderbaren Song-Sterne ihren gleichberechtigten Platz finden.

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